Neuzugang Sugita glänzt beim ersten Saisonsieg
TSV Bad Rodach gewinnt das bayerische Derby gegen den Aufsteiger FC Bayern München mit 6:2 und bleibt im dritten Spiel in Folge ungeschlagen.
Der TSV 1860 Bad Rodach hat den ersten Sieg in seiner zweiten Saison in der 3. Bundesliga Süd gefeiert. Im bayerischen Derby gegen den Aufsteiger FC Bayern München setzten sich die Rodacherinnen vor 145 Zuschauern in der Gerold-Strobel-Halle mit 6:2 durch. Im Mittelpunkt stand dabei Neuzugang Haruna Sugita, die bei ihrem ersten Einsatz für den TSV auf Anhieb überzeugte und mit drei Punkten maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte.
Bereits die Doppel boten den Zuschauern beste Werbung für den Tischtennissport. Haruna Sugita und Diana Styhar lieferten sich mit Theresa Faltermaier und Emilia Schorr ein hochspannendes Match. Im entscheidenden fünften Satz lagen die Rodacherinnen bereits mit 4:7 zurück, kämpften sich jedoch eindrucksvoll zurück und verwandelten ihren Matchball zum 11:9. Damit brachten sie den TSV mit 1:0 in Führung. Nicht weniger dramatisch verlief das zweite Doppel. Valeriia Mühlbach und Svenja Schirm gerieten im Entscheidungssatz gegen Anna Ledwoch und Boyu Hang bereits mit 6:10 in Rückstand. Die Rodacherinnen wehrten anschließend vier Matchbälle ab und schafften noch den Ausgleich zum 12:12. Am Ende fehlte jedoch das letzte Quäntchen Glück, sodass die Gäste mit 14:12 den Entscheidungssatz und damit das Doppel für sich entschieden.
Beim Stand von 1:1 zeigte sich die Stärke der Gastgeberinnen in den Einzeln. Haruna Sugita ließ Anna Ledwoch beim klaren 3:0-Erfolg kaum Entfaltungsmöglichkeiten und brachte Bad Rodach erneut in Führung. Anschließend drehte Valeriia Mühlbach ihr Match gegen Theresa Faltermaier nach verlorenem ersten Satz und erhöhte auf 3:1. Auch Diana Styhar überzeugte. Gegen Boyu Hang verlor sie zwar den ersten Durchgang, fand danach jedoch immer besser zu ihrem Spiel und gewann die folgenden drei Sätze. Lediglich Svenja Schirm musste sich Emilia Schorr geschlagen geben, sodass der FC Bayern München nochmals auf 2:4 verkürzen konnte. In der zweiten Einzelrunde sorgte Haruna Sugita schließlich für die Vorentscheidung. Gegen Theresa Faltermaier gewann sie auch ihr zweites Einzel mit 3:1 und blieb damit an diesem Nachmittag ungeschlagen. Den Schlusspunkt setzte Valeriia Mühlbach, die Anna Ledwoch mit 3:0 besiegte und den umjubelten 6:2-Heimsieg perfekt machte.
Mit zwei Einzelsiegen und dem Erfolg im Doppel gelang Neuzugang Haruna Sugita ein beeindruckendes Debüt für den TSV Bad Rodach. Die Japanerin begeisterte die 145 Zuschauer in der Gerold-Strobel-Halle vor allem mit ihrem druckvollen Offensivspiel und ihrer Schnelligkeit am Tisch. Immer wieder suchte sie konsequent den direkten Punktgewinn, setzte ihre Gegnerinnen mit variablen Angriffsschlägen unter Druck und sorgte damit für Szenenapplaus auf den Zuschauerrängen. Mit insgesamt drei Punkten hatte Sugita maßgeblichen Anteil am 6:2-Erfolg im bayerischen Derby gegen den FC Bayern München.
TSV-Pressewart Norbert Thumser bilanzierte: „Nach dem schwierigen Saisonstart tut dieser Sieg natürlich gut. Die Mannschaft hat über die gesamte Begegnung hinweg eine konzentrierte Leistung gezeigt. Besonders erfreulich war der gelungene Einstand von Haruna Sugita, die sich schnell in die Mannschaft eingefügt hat und wichtige Punkte beisteuern konnte.“
Mit nun 4:4 Punkten hat sich der TSV Bad Rodach im Tabellenmittelfeld der 3. Bundesliga Süd etabliert. Die Rodacherinnen belegen derzeit den sechsten Tabellenplatz und weisen mit 17:18 Spielen eine nahezu ausgeglichene Bilanz auf. Besonders erfreulich: Nach der Auftaktniederlage in Dachau blieb die Mannschaft in den folgenden drei Begegnungen ungeschlagen und holte vier von sechs möglichen Punkten.
Die Tabelle zeigt zudem, wie eng das Mittelfeld der Liga zusammengerückt ist. Zwischen den Plätzen vier und sechs gibt es aktuell keinen Unterschied bei den Plus- und Minuspunkten. Sowohl die SU Neckarsulm als auch der TTC 1946 Weinheim III und der TSV Bad Rodach weisen jeweils 4:4 Punkte auf. Mit einem weiteren Erfolg könnten die Rodacherinnen deshalb bereits am kommenden Spieltag den Sprung in die obere Tabellenhälfte schaffen. An der Spitze haben sich inzwischen der TSV Dachau 65 II mit 11:1 Punkten und die TTF Rastatt mit 11:3 Punkten etwas abgesetzt. Dahinter folgt der TuS Fürstenfeldbruck II mit 8:2 Punkten.
Blick voraus: Duell der Tabellennachbarn
Die nächste Gelegenheit, den positiven Trend fortzusetzen, bietet sich dem TSV Bad Rodach bereits am Sonntag, 8. November 2026, um 13:00 Uhr. Dann gastiert mit dem TTC 1946 Weinheim III ein direkter Tabellennachbar in der Gerold-Strobel-Halle. Beide Mannschaften weisen derzeit 4:4 Punkte auf und liegen in der Tabelle unmittelbar beieinander. Damit kommt der Begegnung eine besondere Bedeutung zu. Während die Gäste aus Weinheim mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in die Saison gestartet sind, konnte Bad Rodach nach der Auftaktniederlage zuletzt mit zwei Unentschieden und dem Erfolg gegen den FC Bayern München deutlich Selbstvertrauen tanken.
Nach dem gelungenen Debüt von Haruna Sugita ruhen die Hoffnungen auch gegen Weinheim auf einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die Verantwortlichen rechnen erneut mit einer engen Begegnung und hoffen auf die Unterstützung der heimischen Zuschauer bei der Fortsetzung der Heimspielserie. Die Bad Rodacher Tischtennisfans dürfen sich damit auf ein weiteres interessantes Bundesligaspiel in der Gerold-Strobel-Halle freuen.
TSV 1860 Bad Rodach – FC Bayern München 6:2
Haruna Sugita/Diana Styhar - Theresa Faltermaier/Emilia Schorr 3:2 (3:11, 11:8, 5:11, 11:8, 11:9) Valeriia Mühlbach/Svenja Schirm - Anna Ledwoch/Boyu Hang 2:3 (7:11, 11:9, 4:11, 11:6, 12:14) Haruna Sugita - Anna Ledwoch 3:0 (11:7, 11:3, 11:3) Valeriia Mühlbach - Theresa Faltermaier 3:1 (6:11, 11:7, 11:6, 11:5) Diana Styhar - Boyu Hang 3:1 (6:11, 11:4, 11:8, 11:4) Svenja Schirm - Emilia Schorr 0:3 (10:12, 7:11, 7:11) Haruna Sugita - Theresa Faltermaier 3:1 (11:5, 11:9, 9:11, 11:7) Valeriia Mühlbach – Anna Ledwoch 3:0 (11:6, 11:7, 11:7)
